Nikolausturnier: „Wir sind auf dem richtigen Weg – aber er ist lang“

Mateusz Trzionka und Rene Schöneseiffer im Doppel

Das Nikolausturnier läutet seit Jahren regelmäßig den Abschluss in Sachen Tischtennis für den Nachwuchs der Abteilung ein. An Einsatz und Willen hat es auch am letzten Samstag bei weitem nicht gefehlt. So gab es neben einem neuen Teilnehmerrekord auch spielerisch einige Überraschungen - und Titelverteidiger.

Gleich 19 Mitglieder hatten sich am Samstag für das Turnier angemeldet. So konnte in drei Klassen gespielt werden. Im Doppel wurden die Teams aus zwei Töpfen gelost. Im ersten Topf waren die vermeintlich stärken und meist auch älteren Spieler. Ausschlaggebend waren hier die aktuellen Q-TTR-Punkte. Im zweiten Topf befanden sich überwiegend die Spieler ohne Q-TTR-Punkte. Im Einzel wurde in den Klassen Jungen/Schüler A sowie Schüler B/ Schüler C gespielt. Sofern Spieler unterschiedlicher Altersklassen gegeneinander spielten, hatte der Jüngere in jedem Satz zwei Punkte Vorsprung – und das unabhängig von der Spielstärke. So sollte der „Altersvorteil“ ein wenig ausgeglichen werden. In allen Klassen gab es in der Vorrunde Gruppenspiele. Die ersten Zwei qualifizierten sich jeweils für die Viertelfinal- bzw. Halbfinalspiele.

Schüler B/Schüler C: Rene Schöneseiffer holt Titel obwohl er schon mehrmals fast raus war

Die meisten Teilnehmer starteten in der Klasse Schüler B/Schüler C, so dass in der Vorrunde in drei Vierergruppen gespielt wurde. Hier gab es klare Favoritensiege in den Gruppen. Cara Kindermann gewann in der Gruppe A mit 3:0 Spielen und 9:0 Sätzen. Sie musste aber gegen Nils Köppen, der als jüngster aller Starter Zweiter in der Gruppe wurde, alles abrufen und gewann mit 12:10, 12:10 und 20:18. Henning Genser gewann die Gruppe B ebenfalls mit 3:0 Spielen und 9:0 Sätzen. In der Gruppe C setzte sich Anna Schulze durch (3:0 / 9:1).

Für eines der besten Spiele: Anna Schulze gegen Rene Schöneseiffer In den Viertelfinalspielen hatten aufgrund der drei Vierergruppen somit auch die zwei besten Dritten noch einmal eine Chance. Hierzu zählte neben Moritz Ruhl auch Rene Schöneseiffer, der sich mit 3:1 gegen Cara Kindermann durchsetzen konnte. Anna Schulze konnte ebenfalls in vier Sätzen gegen Mateusz Trizionka gewinnen. Maximilian Flak gewann mit 3:0 gegen Nils Köppen und Henning Genser mit dem gleichen Ergebnis gegen Moritz Ruhl.

In Halbfinale spielten Rene Schöneseiffer gegen Anna Schulze, was viele Zuschauer und auch das Trainerteam als eines der besten Spiele an diesem Tag sahen. Den ersten Satz konnte Anna Schulze gewinnen. Danach folgten zwei knappe Sätze, die Rene Schöneseiffer mit 11:9 und 14:12 gewinnen konnte. Der vierte Satz ging klar an Rene Schöneseiffer, der damit in das Finale einzog. Klarer war die Angelegenheit im zweiten Einzel zwischen Maximilien Flak und Henning Genser, der in drei Sätzen (11:6, 11:3, 16:14) gewinnen konnte. Das Spiel um Platz 3 gewann Anna Schulze glatt in drei Sätzen gegen Maximilian Flak.

So sollte es im Finale das zweite Spiel an diesem Tag zwischen Rene Schöneseiffer und Henning Genser geben. In der Gruppephase konnte Henning Genser noch glatt in drei Sätzen gewinnen. Auch im Finale verliefen die ersten beiden Sätze ähnlich. Henning Genser ging nach 11:2 und 11:5 schnell mit 2:0 nach Sätzen in Führung. Auch den dritten Satz dominierte er bis zu Hälfte. Danach hatte er beim Stand von 10:8 zwei Matchbälle, die er allerdings nicht verwandeln konnte. Rene Schöneseiffer holte sich den Satz mit 15:13. Da er auch den vierten Satz mit 11:9 gewinnen konnte, musste die Entscheidung im fünften Satz her. Hier lief er wieder permanent einem Rückstand hinterher, schaffte es aber den Rückstand wieder aufzuholen. Auch hier hatte Henning Genser noch Matchbälle, konnte diese aber wieder nicht verwandeln. Rene Schöneseifer nutzte dagegen seinen zweiten Matchball und holte sich den Titel. Der Applaus für die Zwei war nach dem Spiel riesig, hatten sie sich doch beide sichtlich konzentriert, um das Maximum noch einmal herauszuholen. Kurz nach dem Spiel folgte für Viele die beste Szene des Turniers, als Rene Schöneseiffer Henning Genser in den Arm nahm. Rene Schöneseiffer hatte an diesem Tag wahrlich seine zweite Chance genutzt, war er doch in der Vorrunde als Dritter quasi ausgeschieden.

Jungen/Schüler A: Malte Schörken verteidigt Titel

In der Klasse Jungen/Schüler A wurde in zwei Gruppen gespielt. Davon in einer Gruppe nur zu dritt, da ein Spieler kurzfristig absagen musste. In der Gruppe A gab es bereits gleich zum Anfang eine Überraschung. Jan Grigo setzte sich 3:1 gegen Kai Kindermann durch, was zumindest von den Q-TTR-Werten her nicht zu erwarten war. Das Spiel sollte aber noch einmal eine Rolle spielen. In der Gruppe B sicherte sich Malte Schörken klar mit drei Siegen und 9:1 Sätzen den Gruppensieg.

Malte Schörken (rechts) hier im Spiel mit Jakob GaidaIm Halbfinale spielte Jan Grigo gegen Nikita Benner. Bis auf den dritten Satz konnte Jan Grigo das Spiel klar mit 3:1 gewinnen. Im zweiten Halbfinale kam es durch die Vorrundenniederlage von Kai Kindermann – zumindest auf dem Papier – zum vorgezogenen Finale gegen Malte Schörken. Dabei zeigten die Zwei mehrmals ihr Können und schafften einige sehr sehenswerte Ballwechsel. In der Summe spielte Malte Schörken abwechslungsreicher und schaffte es immer wieder zu leichten Punktgewinnen zu kommen, was ihm an Ende auch den Sieg einbrachte. Er setzte sich mit 3:1 nach Sätzen durch. Kai Kindermann sicherte sich mit einem 3:0-Sieg gegen Nikita Benner den dritten Platz.

Im Finale zwischen Malte Schörken und Jan Grigo waren die ersten beiden Sätze äußerst einseitig. Diese konnte Malte Schörken jeweils klar mit 11:1 und 11:4 gewinnen. Danach kam Jan Grigo besser mit dem Spiel klar und gewann ebenfalls die folgenden zwei Sätze. Auch im Finalsatz blieb er seiner Linie treu und konnte Malte Schörken immer wieder unter Druck setzen. Letztendlich musste er sich aber mit 11:8 geschlagen geben und Malte Schörken verteidigte seinen aus dem Vorjahr gewonnenen Titel erfolgreich.

Gemischte Doppel und einige Überraschungen

Im Hintergrund die Sieger im Doppel: Kai Kindermann und Maximilian FlakIn der Doppelklasse wurden die Teams gelost, um zum einen starke Einzeldoppel zu vermeiden und zum anderen das Teamgefühl zu stärken. Die Mischung aus vermeintlich starken und schwächeren Spieler sorgte wieder für viel Spaß und vor allem tolle Partien.
Die Vorrunde wurde ebenfalls in zwei Gruppen gespielt, bei denen sich die ersten Zwei für das Halbfinale qualifizierten. In der Gruppe A setzten sich mit Malte Schörken und Jakob Gaida die vermeintlichen Favoriten durch. Der zweite Platz war dagegen hart umkämpft. Gleich drei Teams hatten eine Bilanz von 2:2 Spielen. Zwei davon hatten auch noch die gleiche positive Bilanz bei den gewonnen Sätzen. So musste entscheiden, wer die meisten Sätze gewann. Das waren am Ende Anna Schulze und Timo Tränkner.

In der Gruppe B war die Sache eindeutiger. Hier setzten sich Kai Kindermann und Maximilien Flak mit drei Spielgewinnen und 9:0 Sätzen durch. Obwohl Maximilian Flak erst seit einigen Wochen im Verein ist, galten die Zwei schon als Geheimfavorit auf den Titel. Zweiter wurden Nikita Benner und Ben Bauer, der ebenfalls erst seit kurzem im Verein ist. In den Halbfinalspielen setzten sich die Malte Schörken und Jakob Gaida glatt in drei Sätzen gegen Nikita Benner und Ben Bauer durch. Gleiches gelang Kai Kindermann und Maximilian Flak gegen Anna Schulze/ Timo Tränkner.

Im Finale war es dann ebenso eine klare Sache. Hier setzten sich Kai Kindermann und Maximilian Flak glatt in drei Sätzen gegen Schörken und Jakob Gaida (11:2. 11:7, 11:5) durch.

„Von vorne bis hinten ein gelungenes Turnier“

Die Sieger von links nach rechts: Rene Schöneseiffer, Kai Kindermann, Maximilian Flak und Malte Schörken

Bei dem Turnier wurde wieder eindrucksvoll sichtbar, dass die Abteilung bei weitem kein Nachwuchsproblem hat. Das Ziel bleibt, die Schüler und Jugendlichen mittelfristig in den Erwachsenenbereich zu integrieren. „Wir sind da mit Sicherheit auf dem richtigen Weg, auch wenn der viel Zeit und Wegstrecke in Anspruch nimmt“, sagt Jugendwart Thorsten Kux. Um das zu meistern, sind für das nächste Jahr schon weitere Aktionen geplant, die bisher in der Form noch nicht stattgefunden haben. Das Nikolausturnier 2017 ist dagegen schon fest terminiert.

So zeigte sich Sebastian Köppen als Turnierleiter durchweg zufrieden. „Alle haben versucht das in diesem Jahr Gelernte zu zeigen und sind dabei jederzeit fair geblieben.“ Auch das Engagement der Eltern war an diesem Tag überaus groß. Neben dem Backen von Kuchen sind viele bis zum Schluss in der Halle geblieben, obwohl der Terminkalender vor Weihnachten bekanntlich sehr voll ist. Sebastian Köppen sagte bei der Siegerehrung zu Recht, dass das auch eine Anerkennung der Leistung des Trainerteams aber vor allem auch gegenüber den Schülern und Jugendlichen ist.

Alle Ergebnisse gibt es hier im Überblick als Download.

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